Biene, Honig, Brustkrebs

Biene im Raps, Photo Claus Rebler, Creative Commons 2.0

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) sowie der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V. (DBIB) weisen in einem in diesem Monat veröffentlichten Hintergrundpapier auf die Gefahren durch bestimmte Pestizide – sogenannte wikipedia Neonicotinoide – hin. Viele Bienenvölker sterben durch den Einsatz von Pestiziden. Bereits vor zwei Jahren sind durch ein Insektizid, das wikipedia Clothianidin (ebenfalls ein Neonicotinoid), bei uns 20.000 Bienenvölker getötet oder schwer geschädigt worden.

Was Bienen tötet, landet über die Nahrungskette – zum Beispiel über Honig – auch im Menschen.

In der Landwirtschaft werden Menschen und Bienen gefährdende Pestizide beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiter eingesetzt, informiert >>> BUND in seiner aktuellen Pressemeldung. BUND und DBIB weisen erneut auf die Gefahren hin und haben dabei das von der Firma Bayer CropScience hergestellte Clothianidin im Visier. Die Firma Bayer CropScience habe zwar die Wirkung von Clothianidin auf Sommerraps getestet und für unbedenklich erklärt, schreibt der BUND. Doch die Ergebnisse ließen sich nicht auf Winterraps übertragen. Honigbienen nutzen den Nektar von Winterraps als Nahrungsreserve und zur Fütterung ihres Nachwuchses. Die Anwendung von Clothianidin sei insbesondere bei Winterraps mit großen Risiken verbunden, so Manfred Hederer, Präsident des DBIB, in der heutigen BUND-Pressemeldung. BUND fordert den unverzüglichen Widerruf der Zulassungen für bienengefährdende Neonicotinoide.

Viele Pestizide stehen im Verdacht, auch für schwerwiegende gesundheitliche Probleme wie Krebs verantwortlich zu sein. Einige von ihnen werden mit dem Auftreten von Brustkrebs in Verbindung gebracht, hier weitere Berichte lesen.
Was können wir noch essen?
Kann man Honig überhaupt noch unbedenklich essen? Oder lauert das „Brustkrebsrisiko“ nun auch in einem Produkt, von dem viele annehmen oder zumindest hoffen, dass es noch gesund ist? Bleibt der Einkauf von Honig aus kontrolliertem ökologischen Landbau als sicherere Alternative?  Sicher nicht – und wenn der Einsatz Bienen tötender Insektizide weiter geht, werden wir in absehbarer Zeit voraussichtlich keine Bienen mehr und sehr viel weniger zu essen haben.
Das doppelte Geschäft
Bayer arbeitet auch im Brustkrebsbereich. Mit eigener Forschung wird lt. Angaben der Bayer-Webseite in enger Kooperation mit Universitätskliniken an einer Identifizierung von Biomarkern geforscht, um Unterschiede zwischen den Tumoren diagnostizierbar zu machen. Doch ist der Tumor da, stirbt jede zweite Patientin. Wir müssen lernen, konsequent alle Ansätze der Brustkrebsvermeidung zu nutzen. Wer sich auf den Bayer-Brustkrebsseiten informiert, kann gleich zu Bayer CropScience im linken Menü weiterclicken.

Die Erkenntnis ist nicht neu, viele Chemiekonzerne verdienen doppelt: Mit dem Verkauf der als Krebs verursachend eingestuften Chemikalien und mit Produkten und teuren Medikamenten, die dann wieder den Krebs im Körper des Menschen bekämpfen sollen. Was wie ein unendliches, hohe Profite versprechendes „Arbeitsbeschaffungsprogramm“ aussieht, ist eine verkehrte Welt, die tödlich enden kann.

Nicht nur Menschen und Bienen sind gefährdet, auch unzählige andere Insekten, Vögel und Kleintiere. So weist auch der BUND jetzt erneut darauf hin, dass die toxischen und hormonellen Wirkungen der Neonicotinoide im Verdacht stünden, beim Menschen Krebs auszulösen. Erforderlich sei Ökolandbau, der auf den Einsatz von Pestiziden verzichte. Es sind diese hormonell wirksamen Chemikalien, die im Verdacht stehen, auch bei der Verursachung von Brustkrebs eine Rolle zu spielen.
Weiterlesen
Pressemeldung des BUND vom 10.08.2010

BUND und DBIB bieten ihr Hintergrundpapier zum Thema “Anhaltendes Bienensterben durch Pestizide” im Internet an: http://j.mp/a7XgYg

Aktuell: Die weltweiten Auswirkungen sind unmöglich zu leugnen … (BBC News, 24.06.2014)

Bildnachweis: Biene im Raps, Photo Claus Rebler, Creative Commons 2.0

 

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  1. Startseite | Breast Cancer Action Germany - 14. August 2010

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