<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>archiv &#187; 2006</title>
	<atom:link href="http://www.bcaction.de/archiv/category/2006/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bcaction.de/archiv</link>
	<description>breast cancer action germany</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Jan 2012 00:33:22 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>No family history: Ein Film von Sabrina McCormick</title>
		<link>http://www.bcaction.de/archiv/no-family-history-ein-film-von-sabrina-mccormick/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/archiv/no-family-history-ein-film-von-sabrina-mccormick/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 18:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Brustkrebsentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Vermeidung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/archiv/?p=84</guid>
		<description><![CDATA[Video lädt &#8230; bitte wenige Sekunden Geduld. Videoausschnitte aus Sabrina McCormicks Film &#8220;No family history&#8221; Ist Prävention unmöglich? Oder fehlt es nur an größeren Anstrengungen bei der Ursachenforschung, um Brustkrebs wirklich effektiv verhindern zu können? &#8221; No family history&#8221;, der Film der Soziologin Prof. Dr. Sabrina McCormick, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt erforscht, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Video lädt &#8230; bitte wenige Sekunden Geduld. Videoausschnitte aus Sabrina McCormicks Film &#8220;No family history&#8221;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="265" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sKY87FIm2gg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="265" src="http://www.youtube.com/v/sKY87FIm2gg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><strong>Ist Prävention unmöglich?</strong><br />
Oder fehlt es nur an größeren Anstrengungen bei der Ursachenforschung, um Brustkrebs wirklich effektiv verhindern zu können?</p>
<p>&#8221; No family history&#8221;, der Film der Soziologin Prof. Dr. Sabrina McCormick, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt erforscht, ist eine Dokumentation, die am 9. Dezember 2006 an der Harvard University (Cambridge, MA, USA) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und für die weitere Unterstützung gesucht wird. Die Dokumenation fand in den USA insbesondere deswegen viel Aufmerksamkeit, da der einseitige Blick von Politik, Medizin, Gesellschaft und Medien auf eine &#8220;Heilung&#8221; der Erkrankung als mehr oder weniger einzigem Ansatz aufgehoben und einmal nicht das Thema ist, sondern weil Ursachen und Möglichkeiten der Vermeidung von Brustkrebs thematisch aufgenommen werden. Weil man Arbeiten zur Ursachenforschung, insbesondere zum Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Umwelt, bei uns vergebens sucht, sind hier Ausschnitte aus dem Film in englischer Sprache &#8211; versehen mit einigen kleinen Übersetzungshilfen zum Verständnis:</p>
<p>Während die Neuerkrankungsraten bei Brustkrebs weltweit beständig weiter ansteigen, wird die ernsthafte Frage nach den Ursachen weiter vernachlässigt. Frauen mit Brustkrebs könnten sich auf den Standpunkt stellen, dass sie selbst von dieser Frage nach den Ursachen gar nicht betroffen sind, denn sie haben die Erkrankung bereits. Viele von ihnen sind jedoch besorgt um ihre Töchter und Enkelinnen und möchten, dass wenigstens ihnen die Krankheit mit ihren massiven Folgen zukünftig erspart bleibt. 1964 wurde bei einer von 20 Frauen in den USA Brustkrebs diagnostiziert, im Jahr 2006 ist bereits jede 8. Frau betroffen. &#8220;Ich sehe, dass mehr und mehr junge Frauen an Brustkrebs erkranken. Und immer mehr junge Frauen sterben an Brustkrebs.&#8221; Über 40.000 Frauen sterben in den USA  jährlich an den Folgen von Brustkrebs, Tendenz steigend &#8230;<br />
&#8220;Brustkrebs ist eines der größten gesundheitlichen Probleme von Frauen. Das ist nicht einfach zu verändern, und auch die Therapien sind nicht einfach und schnell.&#8221; &#8230;<br />
Karen berichtet über ihren Lebensstil und ihre Brustkrebserkrankung, sie denkt, dass die Umweltbedingungen eine der Ursachen bei ihrer eigenen Erkrankung ist, während ihre Tochter das Wort &#8220;Mastektomie&#8221; übt.</p>
<p>Mehr als 140 Chemikalien sind bereits identifiziert worden, die eine Rolle bei der Verursachung von Brustkrebs spielen. Sie sind z.B. in Kosmetika wie Handcremes, Deodorants, Nagellacken, Haarspray aber auch im Trinkwasser enthalten. Barbara Brenner von Breast Cancer Action (SF) berichtet über die Versprechungen in Bezug auf die Heilung von Brustkrebs und die Gelder, die mit diesem Versprechen gesammelt werden, weil jede/r eine Frau kennt, die erkrankt ist.<br />
Aber niemand spricht über Vermeidung und das, was die Erkrankung verursacht. Alle befassen sich mit der Therapie der Erkrankung, aber niemand fragt, warum die Erkrankungsraten seit den 1940er Jahren so stark ansteigen, in den USA durchschnittlich um 1% pro Jahr. Erkrankte Frauen sprechen es aus: &#8220;Es ist etwas in unserer Umwelt, was Brustkrebs auslöst &#8230; &#8221;</p>
<p>Auch bei uns werden zur Zeit Kampagnen bei genetisch bedingtem Brustkrebs stärker und der Druck auf die Frauen nimmt zu. Man geht aber zur Zeit davon aus, dass nur rund 5% der Brustkrebserkrankungen auf genetisch bedingte Ursachen zurückgehen könnten und auch wer Genveränderungen hat, muss nicht zwangsläufig erkranken, auch wenn das Risiko tatsächlich erhöht ist. Auch bei genetischen Dispositionen muss zumindest nicht zwangsläufig Medikalisierung die Antwort sein.</p>
<p>&#8220;No family history&#8221;, der Film der Soziologin Prof. Dr. Sabrina McCormick, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt erforscht, schaut auf Kontaminationen und synergistische Effekte in der Luft, die wir atmen, der Nahrung, die wir zu uns nehmen, auf das Wasser, das wir trinken und die Produkte, die wir benutzen, in der Körperpflege, in Haus und Garten.</p>
<p>&#8220;No family history&#8221; von Sabrina McCormick ist inzwischen als Buch erschienen. Eine Rezension mit weiteren Inhalten ist bei uns in Vorbereitung.</p>
<p><strong>Weitere Infos:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.nofamilyhistory.com/" target="_blank">http://www.nofamilyhistory.com/</a></li>
<li><a href="http://wm.wusa.gannett.edgestreams.net/news/111507_intrv_wusa.wmv%20" target="_blank">Fernsehinterview mit Sabrina McCormick </a>(in engl. Sprache, öffnet sich im Windows Media Player)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/archiv/no-family-history-ein-film-von-sabrina-mccormick/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stand der PatientInnenbeteiligung im Gesundheitswesen: Kriterien, Wünsche und Grenzen</title>
		<link>http://www.bcaction.de/archiv/stand-der-patientinnenbeteiligung-im-gesundheitswesen-kriterien-wunsche-und-grenzen/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/archiv/stand-der-patientinnenbeteiligung-im-gesundheitswesen-kriterien-wunsche-und-grenzen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 16:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Interessenvertretung]]></category>
		<category><![CDATA[Patientinnenbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Patientinnenvertretung]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmasponsoring]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/archiv/?p=71</guid>
		<description><![CDATA[Nachtrag 2008: Welche Selbsthilfe ist heute noch unabhängig? Aktueller Lesetipp: Neutralität und Unabhängigkeit sichergestellt? Bioskop hat im September 2007 die Leitsätze der BAGH auf den Prüfstand gestellt (Ein Artikel von Klaus-Peter Görlitzer) In den vergangenen Jahren hat sich in unserem Gesundheitssystem viel bewegt. Die Bundesregierung hat die Patientenbeauftragte etabliert und auf Landesebene sind ebenfalls die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #626262;"><strong>Nachtrag 2008: </strong>Welche Selbsthilfe ist heute noch unabhängig? Aktueller Lesetipp: <img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="hier kommt ein pdf!" width="16" height="17" /><a href="http://www.bioskop-forum.de/downloads/39_6-7_doppel.pdf" target="_blank"> <strong>Neutralität  und Unabhängigkeit sichergestellt? Bioskop hat im September 2007 die Leitsätze der BAGH auf den Prüfstand gestellt</strong></a> (Ein Artikel von Klaus-Peter Görlitzer)</span></p>
<p>In den vergangenen Jahren hat sich in unserem Gesundheitssystem viel bewegt. Die Bundesregierung hat die Patientenbeauftragte etabliert   und auf Landesebene sind ebenfalls die Ämter von PatientInnenbeauftragte eingerichtet worden.</p>
<p>Als Beobachterin, die sich aktiv in  Frauengesundheitsorganisationen engagiert, hat sich mir bei allen positiven Entwicklungen dennoch durchaus öfter die Frage gestellt, wo ernstzunehmende Ansätze sind oder ob PatientInnenbeteiligung nicht manchmal auch ein Alibi ist. Die WHO formulierte bereits 1994 den kollektiven Vertretungsanspruch der Patientinnen und Patienten auf allen Ebenen des Gesundheitssystems. Der Europarat forderte im Jahr 1996 seine Mitgliedsländer auf, die rechtlichen und politischen Voraussetzungen für eine BürgerInnenbeteiligung im Gesundheitswesen zu schaffen. In Deutschland haben wir seit dem Jahr 2004 das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG). Mit diesem Gesetz und dem Inkrafttreten der PatientInnenbeteiligungsverordnung ist damit juristisch gesehen auf der gesundheitspolitischen Ebene ein Quantensprung gelungen. Damit sich eine wirksame PatientInnenbeteiligung, die auch als solche wahrgenommen wird, daraus entwickeln kann, muss sich jedoch noch einiges mehr bewegen. Grundsätzlich sind die Bemühungen um die gesundheitspolitische Beteiligung von Patientinnen und Patienten im Gesundheitssystem ein Weg, um bei zunehmenden Problemen dennoch eine Versorgungsgerechtigkeit zu entwickeln.</p>
<p>Durch die neuen Möglichkeiten der Partizipation von Patientinnen         und Patienten sind die Anforderungen an PatientInnenvertretungen gestiegen. <strong>Damit müssen Kriterien für Qualität in der PatientInnenvertretung entwickelt werden, die ein Fundament für eine wirksame Arbeit bilden. </strong> Nachfolgend einige Überlegungen dazu, wie solche Kriterien aussehen müssten:<strong> </strong></p>
<p><strong>1. Die Legitimation </strong></p>
<ul>
<li> PatientenvertreterInnen müssen zukünftig &#8211; nicht anders als in der Politik auch &#8211; von Patientinnen und Patienten gewählt oder über die Delegation von Patientenverbänden entsandt werden, damit sichergestellt ist, dass sie Interessen von Patientinnen und Patienten legitimiert vertreten.</li>
<li>PatientenvertreterInnen müssen Patienteninteressen bündeln. Das heißt, sie müssen für eine bestimmte definierbare Gruppe von     Patientinnen und Patienten arbeiten, die repräsentativ für die kollektive Gruppe der PatientInnen steht, die sie vertreten.</li>
<li>Nur             starke PatientInnenorganisationen bzw. eine Vereinigung von Selbsthilfeverbänden behinderter und chronisch kranker Menschen, wie sie die BAG Selbsthilfe bildet, kann die PatientInnenseite kollektiv und glaubwürdig repräsentieren. (Nachsatz 2009: Wenn sich solche starken Verbände dann aber zunehmend mit der Industrie verbünden, sieht es wieder mau aus in der unabhängigen Interessenvertretung für Patientinnen und Patienten.)</li>
</ul>
<p><strong>2. Die Information</strong><br />
Der Information kommt eine Schlüsselstellung zu. Der momentane Stand (in Deutschland) ist unzureichend. Beim Zugang zu qualitätsgesicherter Information fehlen die Strukturen für PatientInnen bei gleichzeitigem Überangebot an Informationen.<br />
Ein nationales Gesundheitsportal existiert bei uns noch nicht. Dies behindert Patientinnen und Patienten und erschwert die Arbeitsbedingungen in der wirksamen PatientInnenvertretung, für die der Zugang zur Information essentiell ist. Das am DIMDI begonnene Projekt für ein unabhängiges Gesundheitsportal ist abgebrochen worden. Dafür wird das IQWiG im Februar 2006 mit dem neuen Angebot <a href="http://www.gesundheitsinformation.de/" target="_blank"><strong>www.gesundheitsinformation.de</strong></a> online gehen. Ob dieses Angebot den vielschichtigen Anforderungen von PatientInnenseite gerecht werden kann, bleibt abzuwarten.<br />
PatientInnenleitlinien in Deutschland sind ebenfalls für viele Indikationen Fehlanzeige. Patientinnen und Patienten müssen sich auch unabhängig von der ärztlichen Beratung informieren, etwas nachschlagen können.   Die Möglichkeiten in unserer Informationsgesellschaft dafür sind heute immer noch schlecht. Der Zugang zur Fachinformation muss für PatientInnen und PatientInnenvertreter gleichermaßen dringlich und umfassend verbessert werden. Dazu gehört ein Zugang zu relevanten   Informationen aus den Fachgesellschaften ebenso wie die verbesserte Einbindung   in den Informationsfluss der Gesundheitspolitik, bei Leistungsträgern, etc.<br />
Folgende Aspekte müssen PatientenvertreterInnen zusätzlich beachten:<br />
- Für MigrantInnen und bildungsferne Menschen müssen Benachteiligungen in der Informationsversorgung besser ausgeglichen werden.<br />
- Das Informationsangebot muss geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigen.</p>
<p><strong>3. Die Kompetenz</strong><br />
PatientInnen- und Erfahrungswissen müssen für eine wirksame PatientInnenvertretung erheblich ausgebaut werden, denn PatientInnenvertreter brauchen breite Kenntnisse im Gesundheitswesen. Bereits bestehende Möglichkeiten der Qualifikation und Fortbildung für PatientInnen und PatientInnenorganisationen, die von den maßgeblichen Organisationen der PatientInnenbeteiligung, wie die LAGH diese zum Beispiel auf der Berliner Landesebene durchführt, angeboten werden, müssen ergänzt und weiterentwickelt werden. Hier sehe ich auch ein Arbeitsfeld für die Beraterorganisationen der Selbsthilfen wie z.B. die Verbraucherzentralen, <strong>von deren Kompetenzen </strong> PatientInnenorganisationen profitieren können.<br />
<strong><br />
4. Die rechtlichen Grundlagen </strong><br />
Zwar werden PatientenvertreterInnen in die entscheidungsrelevanten Gremien auf gesundheitspolitischer Ebene nun mit Anhörungs- und Antragsrechten im Sinne einer Beratungsbeteiligung eingebunden. <strong>Eine Beteiligung an Entscheidungen durch ein Stimmrecht     ist bisher jedoch nicht gegeben. </strong> Nicht zu vergessen: Eine wesentliche Grundlage für die Verbesserung von PatientInnenrechten muss außerdem mit der Etablierung eines PatientInnenschutzgesetzes, wie es in anderen europäischen Ländern bereits existiert, erst noch erfolgen.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>5. Die Transparenz </strong><br />
Transparenz und Offenlegung von Finanzierung, Legitimation, Kompetenz und Effizienz sind auch in der PatientInnenvertretung unverzichtbar. Kriterien in Hinsicht auf die Finanzierung, wie sie die BAG Selbsthilfe in ihren Leitsätzen zur Zusammenarbeit mit der Industrie aufgestellt hat, sind <strong>ein </strong>Hilfsmittel und Leitlinie zugleich –- vorausgesetzt, sie werden eingehalten. Weitere Qualitätskriterien für die PatientInnenvertretung in Sachen Legitimation, Kompetenz und Effizienz werden entwickelt werden müssen. Die Transparenz muss von allen, die im Gesundheitswesen seriös arbeiten, besser entwickelt und stringent durchgehalten werden.</p>
<p><strong> 6. Die Finanzierung </strong><br />
Mit der „Selbsthilfeförderung“ nach § 20 Abs. 4 SGB V durch die gesetzlichen Krankenkassen ist eine Möglichkeit der Finanzierung geschaffen worden. Diese Teillösung hat allerdings nicht zu unabhängigen, starken PatientInnenorganisationen geführt und ausreichende Ressourcen für eine unabhängige Infrastruktur in der PatientInnenbeteiligung sind auf diesem Wege nicht zu erreichen. Da     in vielen PatientInnenorganisationen Prävention an zentraler Stelle     auf der Agenda steht, wäre zu diskutieren, ob im Präventionsgesetz     eine weitere Ebene der PatientInnenbeteiligung &#8211; und zugleich auch Säule     der Finanzierung dieses Teilbereichs – etabliert werden kann.<br />
Weitere „Säulen“ in der Finanzierung werden benötigt.</p>
<p><strong>7. Die Ressourcen<br />
</strong>Viele der benannten sachkundigen Personen nehmen das Mandat im Gemeinsamen Bundesausschuss ehrenamtlich in ihrer Freizeit wahr. Die persönliche Krankheitsbewältigung hat hier keinen Platz &#8211; vielmehr kommen zusätzliche erhebliche Belastungen unter schwierigen Arbeitsbedingungen hinzu. <strong>Die Grenzen der Belastbarkeit     sind vielfach überschritten. </strong> Hier auch ein Blick auf geschlechtsspezifische Aspekte: Ca. 80 Prozent der ehrenamtlichen Leistungen in der Selbsthilfe werden von Frauen erbracht. Vergleichsweise habe ich die Referentinnen und  Referenten vom Hauptstadtkongress 2005 – Motto „Wer im Gesundheitswesen Rang     und Namen hat“ – berechnet: 528 Referenten, davon 105 Frauen, diese waren häufig Politikerinnen. Der Frauenanteil lag insgesamt bei 19,86 Prozent. Auch hier gibt es in den Strukturen unseres Gesundheitssystems im Sinne einer Gleichstellung viel Handlungsbedarf.</p>
<p><strong>Fazit: </strong> Die Gesundheitsversorgung in unserer Gesellschaft hat einen extrem hohen Stellenwert und ist ein wichtiger Gradmesser der Qualität unserer Gesellschaft. Ohne umfassende intellektuelle, bürgerschaftliche und auch finanzielle Investitionen und Vernetzungen von allen Beteiligten im Gesundheitswesen mit den Patientinnen und PatientInnen wird es nicht möglich sein, zukünftig eine gute Gesundheitsversorgung für alle zukünftig sicherzustellen. <strong>Es müssen Konzepte, bessere Rahmenbedingungen, Strukturen und ein Klima entwickelt werden, das Patientinnen und PatientInnen in allen genannten Kriterien deutlich stärkt</strong>,</p>
<p>- damit PatientInnenbeteiligung hält, was der Begriff verspricht: nämlich Patientinnen und Patienten zu beteiligen,<br />
- damit PatientInnenbeteiligung nicht Schlagwort bleibt, das lediglich für eine kleine neue Sparte von Profis im Gesundheitswesen steht, die fürsorglich nur neue paternalistische Strukturen für Patientinnen und Patienten aufbaut und<br />
- damit PatientInnenbeteiligung einen breiten Raum einnehmen kann, der für ein menschengerechtes zukünftiges Gesundheitssystem notwendig sein wird.</p>
<p>Die Anforderungen und Hürden für eine PatientInnenbeteiligung im Gesundheitswesen sind hoch. Patientinnen und Patienten im Gesundheitswesen sind kein Alibi, auch wenn man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass sie mitunter als solche benutzt werden. <strong>Die Partizipation von Patientinnen und Patienten in einem   demokratischen Gesundheitssystem ist unverzichtbar, aber die Infrastruktur für eine wirksame PatientInnenvertretung ist verbesserungsfähig. </strong>Patientinnen und Patienten werden noch viel bewegen müssen.<br />
Vortrag in Kurzform vorgestellt dem Forum PatientenKommunikation: 1. Kongress 2006 im Symposium I: Patientenbeteiligung   als Alibi: Patienteninitiativen und Selbsthilfegruppen zwischen Krankheitsbewältigung   und politischer Beteiligung für das <a href="http://www.frauengesundheit-berlin.de/" target="_blank">Netzwerk   Frauengesundheit Berlin</a> <strong> </strong> in einer Podiumsdiskussion mit   Andrea Fischer (Bundesgesundheitsministerin a.D.), Dr. Rainer Hess (Vorsitzender   des Gemeinsamen Bundesausschusses, G-BA), Ulf Fink (Ulf Fink, Senator a.D.,   seit 2002 Büro für Gesundheit und Prävention Berlin) und Christoph   Nachtigäller (Bundesgeschäftsführer BAG Selbsthilfe).<br />
(Text: Gudrun Kemper, Stand 2006)</p>
<div id="__ss_467336" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font: 14px Helvetica,Arial,Sans-serif; display: block; margin: 12px 0 3px 0; text-decoration: underline;" title="Stand der Patientenbeteiligung: Kriterien, Wünsche, Grenzen" href="http://www.slideshare.net/BCAG/stand-der-patientenbeteiligung-kriterien-wnsche-grenzen">Stand der Patientenbeteiligung: Kriterien, Wünsche, Grenzen</a><object style="margin: 0px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=patientinnenkommunikationfinal-1213448914098787-8&amp;stripped_title=stand-der-patientenbeteiligung-kriterien-wnsche-grenzen" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin: 0px;" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=patientinnenkommunikationfinal-1213448914098787-8&amp;stripped_title=stand-der-patientenbeteiligung-kriterien-wnsche-grenzen" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/archiv/stand-der-patientinnenbeteiligung-im-gesundheitswesen-kriterien-wunsche-und-grenzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Breast Care Nurses &#124; Brustschwestern für die Begleitung von Patientinnen mit Brustkrebs</title>
		<link>http://www.bcaction.de/archiv/breast-care-nurses-2/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/archiv/breast-care-nurses-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 16:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Breast Care Nurse]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/archiv/?p=65</guid>
		<description><![CDATA[Am 17. Oktober 2006 fand in Brüssel ein Workshop zur Leitlinienentwicklung zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in der Brustmedizin statt. Im Mittelpunkt des Workshops stand das &#8211; insbesondere in Deutschland neue Berufsbild der &#8220;Breast Care Nurse&#8221; (Brustschwester). Da der Brustschwester nach europäischem Vorbild eine zentrale Rolle hinsichtlich der Hilfestellung für erkrankte Frauen zukommt, so z.B. Aufgaben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Am 17. Oktober 2006 fand in Brüssel ein Workshop zur Leitlinienentwicklung zur Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in der Brustmedizin statt. Im Mittelpunkt des Workshops stand das &#8211; insbesondere in Deutschland  neue Berufsbild der &#8220;Breast Care Nurse&#8221; (Brustschwester). Da der Brustschwester nach europäischem Vorbild eine zentrale Rolle hinsichtlich der Hilfestellung für erkrankte Frauen zukommt, so z.B. Aufgaben in der Beratung, Begleitung bei der Eröffnung der Diagnose und einer ggf. durchgängig  zugänglichen persönlichen Unterstüzung während des gesamten Behandlungsablaufs, ist eine hochspezialisierte und standardisierte Ausbildung bzw. ein entsprechendes Pflegestudium erforderlich. Der Workshop wurde initiiert und durchgeführt von Karin Jöns, MdEP.</p>
<p>Weiterführende Info &amp; <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/berufsbild-mit-zukunft-anforderungen-an-breast-care-nurses-brustschwestern/">zu den Videos<br />
</a></p>
<p><a href="../../07archiv/04_breast_nurses_2009.htm"><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/archiv/breast-care-nurses-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Berliner Gesundheitsberichterstattung 2006</title>
		<link>http://www.bcaction.de/archiv/berliner-gesundheitsbericht-2006/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/archiv/berliner-gesundheitsbericht-2006/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 16:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Brustzentren]]></category>
		<category><![CDATA[DMP]]></category>
		<category><![CDATA[Epidemiologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/archiv/?p=52</guid>
		<description><![CDATA[Im Jahr 2006 wurden in Berlin 2.266 Brustkrebs-Neuerkrankungen ermittelt. Im gleichen Jahr wurden 7.377 Patientinnen in Berliner Krankenhäuser mit der Hauptdiagnose Brustkrebs eingeliefert 3.461 von ihnen unterzogen sich einer oder mehreren Operationen. Bei der Betrachtung der Krankenhaus-Fallzahlen fällt zunächst auf, dass die neun Krankenhäuser, mit denen DMP-Verträge geschlossen wurden, inzwischen fast alle Brustkrebs-Operationen auf sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2006 wurden in Berlin 2.266 Brustkrebs-Neuerkrankungen ermittelt. Im gleichen Jahr wurden 7.377 Patientinnen in Berliner Krankenhäuser mit der Hauptdiagnose Brustkrebs eingeliefert 3.461 von ihnen unterzogen sich einer oder mehreren Operationen.</p>
<p>Bei der Betrachtung der Krankenhaus-Fallzahlen fällt zunächst auf, dass die neun Krankenhäuser, mit denen DMP-Verträge geschlossen wurden, inzwischen fast alle Brustkrebs-Operationen auf sich konzentrieren konnten. Weit führend sind das Vivantes Klinikum Am Urban und das St. Gertrauden-.Krankenhaus mit je über 500 Brustkrebs-Operationen<br />
im Jahr 2006, es folgen der CCM der Charité, das Evangelische<br />
Waldkrankenhaus Spandau sowie das DRK-Klinikum Westend mit jeweils<br />
zwischen 400 und 500 OPs. Die übrigen vier Kliniken, die dem DMP<br />
Brustkrebs angehören, führten jeweils zwischen 100 und 200 OPs durch, während Krankenhäuser ohne DMP-Vertrag weit unter 100 OPs bis hin zu Einzelfällen aufweisen.</p>
<p><em>Quelle: </em><a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-gesundheit/krankenhauswesen/dokumente/tumorprofile2006_internet.pdf" target="_blank">Fallzahlen operativer Krebsbehandlungen in Berliner Krankenhäusern im Jahr 2006</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/archiv/berliner-gesundheitsbericht-2006/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Archiv 2006</title>
		<link>http://www.bcaction.de/archiv/2006/</link>
		<comments>http://www.bcaction.de/archiv/2006/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 16:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Breast Cancer Action Germany</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Breast Care Nurse]]></category>
		<category><![CDATA[Epidemiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamentenmarketing]]></category>
		<category><![CDATA[Patientinnenbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmasponsoring]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbelastungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vermeidung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bcaction.de/archiv/?p=48</guid>
		<description><![CDATA[Ein anderes Rezept (pdf zum Download) von Anne Rochon Ford: Fundraising und Ethik in Frauengesundheitsorganisationen -  Pharmasponsoring, das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente und die zerstörenden Effekte von Interessenkonflikten GAEA und PACT: Wenn Forschung, Patientinnen, Markt und Werbestrategie verschmelzen (pdf, AKF-Info Oktober 2006), Text GAEA und PACT im infoblog! Notizen aus der Frauengesundheitsberichterstattung in Berlin : [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bcaction.de/pdf/alternativen1.pdf" target="_blank">Ein anderes Rezept</a> (pdf zum Download) von Anne Rochon Ford: Fundraising und Ethik in Frauengesundheitsorganisationen -  Pharmasponsoring, das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente und die zerstörenden Effekte von Interessenkonflikten</p>
<p><a href="../../pdf/10breastwatch/gaea_pact.pdf" target="_blank">GAEA            und PACT: Wenn Forschung, Patientinnen, Markt und Werbestrategie verschmelzen</a> (pdf, AKF-Info            Oktober 2006), Text <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/gaea-und-pact-wenn-forschung-patientinnen-markt-und-werbestrategie-verschmelzen/" target="_blank">GAEA und PACT im infoblog! </a></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/archiv/berliner-gesundheitsbericht-2006/" target="_blank">Notizen            aus der Frauengesundheitsberichterstattung in Berlin</a> : Die Zahlen            zu Brustkrebs in Berlin 2006</p>
<p>Oktober 2006:            Workshop unter der Leitung von Karin Jöns im Europäischen            Parlament: <a href="http://www.bcaction.de/wordpress/berufsbild-mit-zukunft-anforderungen-an-breast-care-nurses-brustschwestern/" target="_blank">Standards, Berufsbild und Ausbildung der Breast Care Nurse &#8211; umfassende Videodokumentation mit Links zur Uni Bremen</a></p>
<p><a href="http://www.bcaction.de/archiv/stand-der-patientinnenbeteiligung-im-gesundheitswesen-kriterien-wunsche-und-grenzen/">Stand               der PatientInnenbeteiligung im Gesundheitswesen:</a> Kriterien,               Wünsche und Grenzen (1. Kongress Patientenkommunikation, Berlin, wohl eine Eintagsfliege zum doch sehr industriell geprägten Begriff der &#8220;Patientenkommunikation&#8221;)</p>
<p>Glosse: <a href="../../wordpress/?p=69" target="_blank">Die       Brustkrebs-Barbie von Jeanne Sather</a> <img src="../../images/icons/pdf.jpg" alt="" width="16" height="17" /> <a href="../../pdf/10breastwatch/bcbarbie.pdf" target="_blank">Text       als pdf/Druckversion</a></p>
<p>Dezember            2006: <a href="http://www.bcaction.de/archiv/no-family-history-ein-film-von-sabrina-mccormick/">Kurzvideo zum Film &#8220;No family            history&#8221; zum Schwerpunktthema Prävention</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bcaction.de/archiv/2006/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

